Auto 4.0

Swiss future widmet sich in seiner Ausgabe 4.0 vom 25. Oktober 2016 auf dem selbstfahrenden Auto. Das Magazin für Zukunftsmonitoring ist kostenpflichtig (30 CHF Einzelverkauf), Mitglieder bei swissfuture erhalten dies kostenlos.

Anbei das Editorial von Dr. Andreas M. Walker, Co-Präsident swissfuture:

Fliegende und selbstfahrende Autos begleiten uns seit Jahrzehnten in Science-Fiction-Filmen. Wird uns die anstehende digitale Transformation nun in die automobile Zukunft katapultieren? Werden Dank künstlicher Intelligenz alte Sicherheits- und Mobilitätsprobleme in der Smart City endlich gelöst werden? Die neuen Möglichkeiten des technischen Fortschritts eröffnen uns Dimensionen, die vor kurzem noch unvorstellbar waren.

Grundsätzliche Themen rund um Smart Mobility, Umwelt und Gesellschaft stehen am Anfang. Christian Egeler stellt die Frage nach der Raumplanung und welche Auswirkungen die Innovationen auf unsere Lebensweise haben. Daniel S. Martel sinniert grundsätzlich über die zukünftige Existenz des Autos und was anstehende soziale Umwälzungen und ökologische Erkenntnisse an neuen Chancen bieten, um mit den Herausforderungen von Klimawandel, Zersiedelung und Mobilität umzugehen. Und Klaus M. Hofmann erörtert, inwiefern Digitalisierung, Verkehrswende und Shareconomy die Mobilität der Zukunft prägen werden.

Oliver Kelkar konstatiert, dass das Auto der Zukunft primär ein Betriebssystem sein wird, das Daten sammeln und auswerten wird, und deshalb die Software wichtiger als die Hardware wird. Andrej Cacilo und Sebastian Stegmüller zeigen auf, welche Potentiale die Augmented-Reality-Technologie in Kombination mit der Vernetzung und Automatisierung der Fahrzeuge hat.

Haftung und Risiko beim Wechsel vom menschlichen Fahrer zum Roboterauto begleiten uns in den folgenden Artikeln. Erich Marte fragt, welche Herausforderungen auf Versicherungsgesellschaften zukommen, wenn ein Computer das Lenkrad übernimmt. Oliver Bendel schildert, was sein wird, wenn das vollautomatisierte Fahren den Durchbruch erlebt und das Roboterauto seinen Prototypstatus hinter sich gelassen hat. Nadine Zurkinden diskutiert, wer die strafrechtliche Verantwortung übernehmen soll, wenn der Autopilot versagt. Quentin Ladetto und Markus Hoepflinger analysieren Risiko-Auswirkungen einer integrierten Mobilität aus voll vernetzten und selbstfahrenden Fahrzeugen für Sicherheit und Verteidigung.

Zum Abschluss erläutert Marco Feser, welche Auswirkungen Industrie 4.0, veränderte Mobilitätsvorstellungen und Shareconomy auf den Vertrieb von Automobilen haben werden, und Detlef W. Schmidt macht Vorschläge, wie innovative Lösungen für das urbane Parken der Zukunft aussehen könnten.

Vergessen wir nicht: Vor rund 100 Jahren soll Kaiser Wilhelm II. gesagt haben: «Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist eine vorübergehende Erscheinung.» Und auch vom deutschen Konstrukteur Gottlieb Wilhelm Daimler wird aus dem Jahr 1901 überliefert: «Die weltweite Nachfrage nach Kraftfahrzeugen wird eine Million nicht überschreiten – allein schon aus Mangel an verfügbaren Chauffeuren.» Aussagen zur Zukunft bewegen sich im Spannungsfeld zwischen Machbarkeit und Vorstellbarkeit, oder wie Albert Einstein sagte: «Imagination is more important than knowledge. For knowledge is limited to all we now know and understand.»

Veröffentlichung:
09. November 2016

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