Volkswagen steckt Milliarden in Ford-Tochter Argo

Der Volkswagen-Konzern will sich laut einem Pressebericht mit 600 Millionen US-Dollar direkt an Argo und mit zusätzlichen rund 1,1 Milliarden Dollar am Betriebskapital der Ford-Tochter für selbstfahrende Autos beteiligen.

Der Volkswagen-Konzern will sich laut einem Pressebericht an der Ford-Tochter Argo für selbstfahrende Autos beteiligen. Nach monatelangen Gesprächen wolle sich VW nun mit 600 Mio US-Dollar (530 Mio Euro) direkt an Argo beteiligen und zusätzliche rund 1,1 Mrd Dollar an Betriebskapital einbringen, berichtet das Wall Street Journal am Dienstag (26. Februar 2019) unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die beiden Autoriesen hätten sich dazu entschieden, Argo zum Zentrum ihrer Bemühungen beim autonomen Fahren zu machen. Volkswagen wollte sich auf Anfrage dazu nicht äußern.

Beide Partner sollten gleich viele Anteile an Argo halten, hieß es in der Zeitung. Die Gespräche seien kompliziert, machten aber gute Fortschritte. Allerdings könnten sie auch noch scheitern. VW hatte mit Ford zuletzt eine Allianz bei leichten Nutzfahrzeugen beschlossen. Die Unternehmen wollten eine erweiterte Zusammenarbeit prüfen. Allerdings hatte VW-Chef Herbert Diess betont, dass eine gegenseitige Kapitalbeteiligung mit Ford nicht geplant sei. Ford hatte 2017 rund eine Mrd Dollar in Argo investiert und dabei auch die Mehrheit übernommen.

Autokonzerne suchen bei der teuren Entwicklung von Roboterautos derzeit verstärkt nach Partnern, um die hohen Investitionskosten bei unsicheren Erfolgsaussichten zu teilen. Daimler setzt derzeit auf eine Entwicklungsallianz mit dem Zulieferer Bosch, BMW auf eine Kooperation mit dem US-Tech-Konzern Intel sowie dem Autobauer Fiat Chrysler. Mitte Februar hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf eine eingeweihte Person berichtet, die beiden Konzerne Ford und Volkswagen sprächen über eine Bewertung von Argo im Bereich von 4 Mrd Dollar.

Veröffentlichung:
28. Februar 2019

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