Das Geisterrad von Magdeburg

Forscher entwickeln in Magdeburg ein autonomes Fahrrad. Es soll ab 2020 vor allem Menschen am Stadtrand helfen, die auf ein eigenes Auto verzichten wollen.

Ein E-Bike kommt den Radweg entlang geflitzt. Im Sattel sitzt: niemand. Es beschleunigt, bremst und lenkt selbst. Sein Ziel ist die nächste U-Bahn-Haltestelle.

Dorthin hat es eine Mutter per App bestellt, aus der Bahn, in der sie mit ihren beiden Kindern und drei dicken Einkaufstaschen sitzt. Als sie an der Haltestelle ankommen, wartet das dreirädrige Fahrrad schon. Die Frau authentifiziert sich per QR-Code-Scan, das Schloss am Rad springt auf, und auf geht's nach Hause. Die Mutter tritt in die Pedale und freut sich angesichts der Last über elektrische Unterstützung.

Lastenrad mit variablen Aufsätzen

Dieses fiktive Anwendungsszenario fänden mache vielleicht "spinnert", sagt Stephan Schmidt. Und doch arbeitet der Juniorprofessor für autonome Fahrzeuge an der Universität Magdeburg in einem Team aus Maschinenbauern, Informatikern, Logistikern und Umweltpsychologen mit allem Forscherernst am selbstfahrenden Bike. Als Lastenrad mit variablen Aufsätzen zum Transport von Waren oder auch Kindern könne es die innerstädtische Mobilität revolutionieren.

Veröffentlichung:
16. Oktober 2018

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