Ford-Patent für autonome Fahrzeuge: Notfalls per Smartphone-Bewegung lenken

Die Welt der autonomen Roboter-Autos sieht großzügige Innenräume mit drehbaren Sitzen und ohne störendes Lenkrad vor. Doch was passiert, wenn ein Notfall eintritt? Geht es nach Ford, kippt ihr dann das Smartphone zur Seite - und die Fahrzeuglenkung folgt dieser Bewegung.

Irgendwann brauchen wir kein Lenkrad mehr. Wenn ein gewisser Grad der Automatisierung erreicht ist, übernimmt das Auto. Doch was, wenn das System überfordert oder aus irgendeinem anderen Grund blockiert ist. Dann muss der Mensch eingreifen, auch dann, wenn überhaupt kein klassisches Lenkrad mehr vorhanden ist. Wie dies konkret aussehen könnte, beschreibt nun ein Patent von Ford.

Dieses sieht gleich zwei mögliche Notfallmaßnahmen vor. Bei der ersten lenkt ihr das Auto über ein virtuelles Lenkrad, das auf einem Touchscreen im Fahrzeuginneren eingeblendet wird. Die zweite Möglichkeit ist noch kurioser. Ford schwebt vor, ein "außer Kontrolle" geratenes Auto durch Neigungsbewegungen des Smartphones nach links und rechts zu steuern. Da könnte dann schon leichtes Asphalt 9-Feeling aufkommen mit dem Unterschied, dass ihr in einen echten Auto unterwegs seid.

Nur in Ausnahmesituationen denkbar

Selbstverständlich lässt sich mit keiner der genannten Lenkrad-Alternativen ein Fahrzeug manövrieren, das mit 100 Kilometer in der Stunde auf der Landstraße unterwegs ist. Denkbar wären allenfalls Situationen, in denen das Auto noch das Bremsen und Beschleunigung selbst steuert und ihr per Smartphone oder virtuellem Lenkrad etwa einen Überholvorgang anstoßt. Zudem stellt es eine Möglichkeit dar, das Auto in nicht kartografiertem Gelände, etwa auf Privatgrundstücken, zu lenken.

Veröffentlichung:
11. Oktober 2018

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