VW setzt verstärkt auf virtuelle Testfahrten

Volkswagen will neue Fahrerassistenz­sys­te­me künftig auch virtuell testen und damit rascher zur Serienreife bringen.

"Die Assistenz­systeme lernen dann in virtuell generierten Fahr- und Verkehrs­situationen", erklärt VW in einer Mitteilung.

Bislang werden Assistenzsysteme hardware­basiert getestet, indem Komponenten über Datenschnitt­stellen mit Prüf­ständen verbunden werden. "Mit steigender Zahl der vernetzten Funktionen müssen deshalb auch immer mehr hardwarebasierte Tests durchgeführt werden. Eine virtuelle Absicherung sorgt für Entlastung, denn physische Prüfstände könnten reduziert werden", erklärt VW.

So können Assistenzsysteme in virtuellen Umgebungen fort­laufend über Tage und Wochen hinweg in beliebigen Szenarien trainiert werden. "Das beschleunigt die Lerngeschwindigkeit der Systeme enorm", so der Autobauer.

Langfristig sei es zudem denkbar, "in virtuellen Umgebun­gen auch Millionen notwendiger Test­kilometer zur Ab­siche­rung des automati­sierten Fahrens zu absol­vie­ren."

Experten von Volkswagen erprobten bereits eine selbst ent­wickelte Software, die solche Fahr- und Verkehrssituationen simuliert. Sie wird zum Anlernen neuer Assistenzsysteme für die I.D. Modellfamilie einge­setzt.

Dabei simuliert ein virtueller Parkhauspilot tausende Parkhäuser mit frei definier­baren Parametern (Architektur, Spurführung, Verkehr, etc.). Parkhäuser gelten als ein ideales Beispiel für komplexe Umgebun­gen, die ein Assis­tenzs­­­ytem beherrschen muss.

Veröffentlichung:
25. September 2018

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