Kufstein peilt Teststrecke für Autos ohne Fahrer an

Stadtwerke Kufstein und Fachhochschule wollen ein Leader-Projekt zur Errichtung einer Teststrecke für autonomes Fahren starten.

Kufstein – Ein Bus, der ohne Fahrer unterwegs ist; Pkw, die selbstständig durch den Stadtverkehr und über Autobahnen brausen – schon lange ist autonomes Fahren keine Science-Fiction mehr. Immer mehr Firmen sind dabei, diese Zukunftstechnologie zu erforschen. Auch im derzeit verhandelten ÖVP-FPÖ-Regierungsübereinkommen ist dem künftigen selbstständigen Fahren ein Absatz gewidmet. So will man, dass unter anderem Teststrecken für die Industrie ausgebaut werden.

Wenn es nach dem Willen der Stadtwerke Kufstein und der Fachhochschule (FH) geht, soll eine dieser Strecken hinkünftig in Kufstein eingerichtet werden. FH und Stadtwerke haben gemeinsam einen Antrag auf ein Leaderprojekt gestellt, „mit dem ein Konzept für eine Teststrecke erstellt werden soll“, verrät der kaufmännische Stadtwerke-Direktor Wolfgang Gschwentner auf Anfrage der TT. Wobei FH-Rektor Mario Döller federführend bei der Erstellung gewesen sei, wie Gschwentner betont.

Im ersten Schritt werden drei Firmen zu einem Angebot für die Konzepterstellung eingeladen. So soll geprüft werden, ob es überhaupt eine passende Teststrecke im Stadtverkehr gibt. Sollte eine gefunden werden, will man Investoren für deren Einrichtung finden. Denn – so Gschwentner – man benötige entsprechende Vorrichtungen, „und die kosten ein paar hunderttausend Euro“, wie der Stadtwerke-Direktor weiß. Sobald die Strecke fertig ist, wollen die Stadtwerke diese den Autoherstellern anbieten. „Wobei eine solche Strecke auch für die Tests von Drohnen interessant ist“, wie Gschwentner weiß. Die Festungsstadt würde auf alle Fälle davon profitieren. Zum einen wäre es eine Werbung für Kufstein und zum anderen könnte natürlich auch eines Tages ein autonomer Bus durch das Stadtgebiet fahren. „Nur als Ergänzung zu den bestehenden Linien“, stellt Gschwentner klar. Aber man könne zum Beispiel auf der Zeller Runde (Linie 3) Randzeiten mit einem Bus, wie er derzeit in anderen Orten in Erprobung ist, abdecken. Aber das ist für Gschwentner ohnedies noch Zukunftsmusik. Zuerst gilt es Schritt eins zu bewältigen: die Zulassung für ein Leaderprojekt

Veröffentlichung:
14. Dezember 2017

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