10 Fragen an TCS-Generaldirektor Jürg Wittwer zur automatisierten Mobilität (2/10)

Machen autonome Fahrzeuge den Verkehr besser, sicher, sauberer, effizienter? Oder anders gefragt, welche Auswirkungen erwartet der TCS für den Strassenverkehr in der Schweiz?

Diese Frage ist etwas schwieriger zu beantworten. In was sich alle Experten einig sind ist eine weitere Zunahme der individuellen Mobilität durch automatisierte Fahrzeuge. Darüber hinaus lassen sich aber verschiedene Szenarien denken: So können Szenarien konstruiert werden welche vor allem positive Auswirkungen aufzeigen. Der grösste Risikofaktor für die Sicherheit im Strassenverkehr ist der Mensch und somit sollte der Computer-gesteuerte Verkehr sicherer werden. Autonome Fahrzeuge können den Verkehr effizienter gestalten und es bräuchte weniger Fahrzeuge, wenn automatisierte Mobilität in Zusammenhang mit Sharingansätzen und umweltfreundlichen Antrieben gedacht würde. In diesem Fall wäre der Verkehr also insgesamt ökologischer. Genauso können jedoch auch negative Szenarien eintreffen. Die Sicherheit leidet, weil die vernetzten Systeme gehackt werden und die autonomen Fahrzeuge führen zu einer massiven Zunahme der Verkehrsbelastung. Wie die autonomen Fahrzeuge unsere Zukunft beeinflussen werden, hängt davon ab, wie wir diese einsetzen und die Geschichte zeigt, dass neue Technologien unsere Gesellschaft immer anders und tiefer verändert haben als die Zukunftsforscher annahmen.

Jürg Wittwer

Dr. Jürg Wittwer, Generaldirektor TCS,

Veröffentlichung:
10. Januar 2018

Auto-mat ist eine Initiative von

TCS Logo
 
 

Das Portal wird realisiert von

Mobilitätsakademie
 
 
© 2016 - auto-mat.ch
Webpartner: Onflow