Japaner investieren – VW hält Markt für überschätzt

Uber bekommt 1 Mrd. Dollar von Softbank und Toyota, um die Entwicklung autonomer Fahrzeuge voran zu treiben.

Softbank und Toyota wollen 1 Mrd. Dollar in autonome Autos von Uber stecken. VW bleibt gelassen und hält autonomes Fahren für überschätzt.

Wie das Wall Street Journal berichtet hat, will die Gruppe der Investoren, zu der auch der japanische Zulieferer Denso gehört, die Entwicklung autonomer Fahrzeuge innerhalb von Uber beschleunigen. Damit wäre die »Advanced Technology Group«, innerhalb der Uber autonome Fahrzeuge entwickelt, rund 7 Mrd. Dollar wert. Uber ist daran zur Hälfte beteiligt. Das dürfte den Wert von Uber vor dem im Mai geplanten Börsengang steigern. Wettbewerber Lyft war im März an die Börse gegangen, steht jetzt aber vor Problemen.

Neben der Google-Tochter Waymo und GM Cruise gehört die Advanced Technology Group von Uber zu den Unternehmen, die an der Spitze der Entwicklung autonomer Autos in den USA stehen. Über ihr Investment wollen Softbank, Toyota und Denso ganz vorne in einem Markt mitmischen, dem sie offenbar eine rasante Entwicklung zutrauen. Softbank hat bisher rund 8 Mrd. Dollar in Uber investiert und ist mit 16 Prozent größter Anteilseigner von Uber. Zusammen mit Toyota hat Softbank aber auch 5 Mrd. Dollar in GM Cruise investiert. Die Hoffnungen in US-Firmen scheinen von japanischer Seite also hoch zu sein.

»Robotertaxis ändern bis 2030 gar nichts!«

Dagegen hat Thomas Sedran, Chef der Volkswagen-Sparte leichte Nutzfahrzeuge, vor zu optimistischen Prognosen zum autonomen Fahren gewarnt. Mindestens bis 2030 werde das Robotertaxi keine wesentlichen Veränderungen am bisherigen Geschäftsmodell der Automobilindustrie bewirken, sagte er dem »Manager Magazin«: »Die Menschen werden weiter Autos kaufen, die Hersteller weiter Gewinne machen.«

Veröffentlichung:
23. April 2019

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