Dieser autonome Elektro-LKW fährt bald für die Deutsche Bahn und Lidl

Für die Entwicklung seiner selbstfahrenden Elektro-Lastwagen hat das schwedische Start-up Einride zwei Partner aus Deutschland gefunden: DB Schenker, eine Tochter der Deutschen Bahn, und Lidl, den Lebensmittelhändler. Im kommenden Monat soll der erste Testlauf mit Schenker starten. WIRED hatte in San Francisco die Gelegenheit mit dem Einride-Gründer zu sprechen.

Der erste Praxistest für den T-Pod, den autonomen und elektrischen Transporter von Einride, fällt eher übersichtlich aus. Auf einer Strecke, die ein paar hundert Meter lang ist, soll das Testfahrzeug zwischen zwei Hallen des Logistikanbieters DB Schenker im schwedischen Jönköping pendeln. Der selbstfahrende Truck wird dabei auch auf einer öffentlichen Straße unterwegs sein. Inzwischen liegt die notwendige Genehmigung der Verkehrsbehörde vor. Ein Fahrer wird beim Testlauf nicht an Bord sein, dafür wäre im T-Pod auch gar kein Platz. Allerdings wird der LKW von Einride-Mitarbeitern begleitet und lässt sich im Zweifel fernsteuern.

„Die paar hundert Meter klingen natürlich erst einmal bescheiden“, sagt Einride-Gründer Robert Falck zu WIRED. „Aber irgendwie muss man ja anfangen. Der erste Flug der Wright-Brüder war auch nur ein paar hundert Meter weit.“ Wilbur und Orville Wright waren amerikanische Luftfahrtpioniere, die um 1900 ihre ersten Flugzeuge entwickelten. Wie Pioniere fühlen sich nun auch die Mitarbeiter von Einride, zu denen auch ein paar Deutsche gehören. „Gemeinsam mit DB Schenker installieren wir das erste System dieser Art weltweit“, verkündet Robert Falck – und klingt dabei ziemlich stolz.

„Überrascht, wie dynamisch und zukunftsorientiert die Deutsche Bahn ist“

Ihr System – fahrerlos und elektrisch – soll nicht nur die CO2-Emmissionen des Güterverkehrs reduzieren, sondern auch die Kosten senken und die Sicherheit erhöhen. Die Argumentation: Ein selbstfahrender LKW kann nicht müde werden, bekommt keinen Stundenlohn und muss keine Pausenzeiten einhalten. Auf weiten Strecken über Autobahnen oder durch Städte solle der T-Pod in der Anfangsphase nicht eingesetzt werden, sagt Robert Falck. Zunächst gehe es darum, die Ladung auf festgelegten Routen zwischen verschiedenen Lager- oder Fabrikhallen hin und her zu transportieren.

Veröffentlichung:
13. September 2018

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