Erstmals soll ein autonomer Bus auf Berlins öffentlichen Strassen fahren

Wo Olli einst parkte, steht jetzt jemand anders. EZ 10: So heißt der neue autonome Bus für Berlin. Das Elektrovehikel, das ebenfalls kein Fahrpersonal benötigt, wartet in einem Gebäude in Schöneberg auf seinen Einsatz.

Es wurde geleast für eine Berlin-Premiere der besonderen Art. Anders als sein Vorgänger aus den USA soll der kleine Franzose nicht nur auf Privatgelände, sondern auch auf öffentlichen Straßen Fahrgäste befördern. Dort wird er nicht nur für Aufsehen, sondern möglicherweise auch für Ärger sorgen – der Kleinbus ist ziemlich langsam. Trotzdem zeigt sich der Senat aufgeschlossen für das Testprojekt.

Auch der EZ 10 von Easymile, einem Unternehmen des französischen Autoherstellers Ligier und der Firma Robosoft, erinnert an eine Brotbüchse auf Rädern – wie Olli. Die Fronten, die beide gleich aussehen, sind schwarz, die Seiten grün und weiß. Drinnen ist Platz für zwölf Menschen, von denen sechs sitzen können. Auch nach längerer Suche wird man kein Lenkrad finden, kein Pedal, keinen Schalthebel. Für den Fall, dass eingegriffen werden muss, hat EZ 10 lediglich einen Joystick.

Doch normalerweise soll er sich eigenständig bewegen – autonom. Die Route wird in der Software gespeichert, Kameras, GPS und Sensoren helfen ihm bei der Orientierung.

Anforderung per App

Nach Olli soll der EZ 10 der zweite autonome Shuttle sein, den das Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ) erproben will. Primär geht es nicht darum Fahrpersonal einzusparen, sondern öffentlichen Verkehr flexibler und bedarfsgerechter zu gestalten – damit Privatautos überflüssig werden. „Unser Projekt zum autonomen Fahren geht weiter“, sagte Andreas Knie, der Geschäftsführer. Das Forschungsteam plant drei Neuentwicklungen.

Veröffentlichung:
22. November 2017

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